Skip to main content

Depression

Hypnosepsychotherapie bei Depression und depressiven Verstimmungen – Praxis im 4. Bezirk Wien

Vielleicht ist es kein dramatischer Einbruch. Vielleicht ist es eher eine schleichende Schwere – das Gefühl, dass Farben blasser geworden sind, dass Dinge, die früher selbstverständlich Freude gemacht haben, irgendwie nicht mehr berühren. Dass der Morgen schwer ist. Dass man zwar funktioniert, aber dabei zusieht, wie von weitem.

Was ist Depression – und was ist sie nicht?

Depression ist eine ernstzunehmende psychische Erkrankung, die das Denken, Fühlen und Handeln tiefgreifend beeinflusst und sich nicht durch Willenskraft oder positives Denken überwinden lässt. Sie entsteht durch ein komplexes Zusammenspiel biologischer, psychologischer und sozialer Faktoren, das zu einem Ungleichgewicht im Erleben führt, das von innen heraus kaum aufzulösen ist.
Zu den Kernsymptomen gehören anhaltend gedrückte Stimmung, Verlust von Freude und Interesse an Dingen, die früher bedeutsam waren, sowie Erschöpfung, die sich nicht legt.
Dazu können sich weitere Symptome gesellen: Schlafstörungen – besonders das Erwachen in den frühen Morgenstunden gehört zu den charakteristischen Zeichen einer Depression – Appetitveränderungen, Antriebslosigkeit, das Gefühl der Wertlosigkeit oder Hoffnungslosigkeit.
Depression kann sich auch stark auf das Denken auswirken: Konzentrations­probleme, Vergesslichkeit, Entscheidungslähmung – kognitive Symptome, die häufig nicht mit Depression in Verbindung gebracht werden.

Depression ist selten ein plötzlicher Einbruch. Meistens verblasst das Leben langsam – bis das Grau so selbstverständlich geworden ist, dass man nicht mehr weiß, wonach man sich eigentlich sehnt.

Therapiecouch in der Praxis für Hypnosepsychotherapie in Wien 1040 – ruhiger, heller Therapieraum

Woran erkenne ich, dass ich an Depression leiden könnte?

Zu dem, was Betroffene häufig schildern, gehören:

Eine anhaltende Schwere oder innere Leere, die sich nicht zuordnen lässt.
Das Gefühl, zu funktionieren, aber nicht wirklich da zu sein.
Freudlosigkeit – auch an Dingen, die früher Genuss bereitet haben.
Gedanken, die sich im Kreis drehen, meist in Richtung Selbstkritik, Schuld oder Hoffnungslosigkeit.
Körperliche Erschöpfung, die unverhältnismäßig ist.
Rückzug von Menschen und Aktivitäten. Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, die sich anfühlen, als wäre der Kopf in Watte gepackt.
Manchmal stehen auch körperliche Beschwerden im Vordergrund – Schmerzen, Druck, diffuse körperliche Missempfindungen – ohne dass eine organische Ursache gefunden wird. Auch das kann Ausdruck eines depressiven Geschehens sein.
Diese Beschreibungen dienen der allgemeinen Orientierung und sind kein diagnostisches Instrument – eine fachliche Einschätzung kann nur im persönlichen Gespräch erfolgen.

Wie kann Hypnosepsychotherapie bei Depression helfen?

Depression hat häufig tiefere Wurzeln – ungelöste innere Konflikte, frühe Erfahrungen von Verlust oder Ablehnung, erlernte Überzeugungen über den eigenen Wert, über das, was man sich verdient, über das, was möglich ist. Diese Wurzeln wirken im Verborgenen und lassen sich durch rein rationale Auseinandersetzung oft nur bedingt berühren.
In der hypnotischen Trance öffnet sich ein Raum, in dem das Nervensystem Zugang zu tiefer Entspannung finden kann – ein Zustand, der den Zugang zu unbewussten Prozessen, negativen Selbstbildern und emotionale Mustern ermöglicht.
Das Unbewusste findet in diesem Raum seine ureigenen Bilder und Wege aus der Enge heraus zurück zur eigenen Lebendigkeit. Sie entdecken wieder den Zugang zu Momenten innerer Wärme und Ruhe. Sie erleben, wie sich das negative Selbstbild verändert – jene innere Haltung sich selbst gegenüber, die in der Depression so wenig Raum für Mitgefühl lässt. Sie lernen, Gefühle wahrzunehmen und ihnen Raum zu geben, ohne von ihnen überwältigt zu werden. Und Sie schöpfen wieder Vertrauen in Ihre ureigenen Kräfte und Ihre Fähigkeit, das Leben zu genießen und zu gestalten.

Wie läuft eine Therapie bei Depression ab?

Erstgespräch

Am Beginn steht immer das Erstgespräch: ein erstes gegenseitiges Kennenlernen. Ich höre zu, verschaffe mir einen Überblick über Ihre Situation, Ihre Geschichte und Ihre Wünsche. Sie können alle Fragen stellen, die Sie beschäftigen – und in Ruhe spüren, ob Sie sich bei mir gut aufgehoben fühlen.

Verstehen

In den ersten Stunden geht es darum, ein genaues Bild zu bekommen: Wie äußert sich die Depression bei Ihnen? Was hat ihr Entstehen begünstigt? Welche Lebensbereiche sind betroffen – und welche Ressourcen sind noch zugänglich? Dieses Verstehen ist bereits ein erster wichtiger Schritt, denn es macht sichtbar, was bislang diffus und schwer greifbar geblieben ist.

Begegnen

Von dort aus arbeiten wir auf mehreren Ebenen: mit dem emotionalen Erleben, mit unbewussten Mustern und Überzeugungen, mit der Lebensgeschichte – und mit dem, was Sie sich für Ihr Leben wünschen. Die Hypnose ermöglicht dabei einen direkten Zugang zu Anteilen, die im Wachzustand schwerer erreichbar sind. Ergänzend lernen Sie Techniken zur Selbstregulation und zur Stärkung Ihrer inneren Ressourcen.

Abschluss

Das Ziel: dass die Schwere sich hebt. Dass Sie wieder Zugang finden zu dem, was das Leben lebenswert macht. Und dass Sie ein Verhältnis zu sich selbst entwickeln können, das von Wohlwollen geprägt ist – statt von Selbstkritik.

Häufige Fragen zu Depression

Ja – Depression ist eine der am besten behandelbaren psychischen Erkrankungen. Viele Menschen erleben nach einer Psychotherapie eine deutliche und nachhaltige Verbesserung. Rückfälle sind möglich, aber auch sie sind behandelbar – und mit zunehmender Auseinandersetzung mit den eigenen Mustern wird das Fundament stabiler.

Traurigkeit ist eine natürliche menschliche Emotion – sie gehört zum Leben, hat einen Auslöser und klingt mit der Zeit ab. Depression ist etwas anderes: Sie hält an, unabhängig von äußeren Umständen, sie engt das gesamte Erleben ein und greift in Denken, Körper und Verhalten ein. Die Grenze ist nicht immer scharf – aber wenn das Gefühl seit Wochen anhält und den Alltag beeinträchtigt, ist das ein Zeichen, das ernst genommen werden sollte.

Das ist eine Frage, die ich als Psychotherapeutin nicht beantworten kann – das liegt im Bereich ärztlicher Einschätzung. Aber: Psychotherapie und Medikation schließen sich nicht aus, sondern können einander sinnvoll ergänzen. In vielen Fällen ist Psychotherapie alleine sehr wirksam. Was für Sie das Richtige ist, besprechen wir gemeinsam – und wenn eine ärztliche Abklärung sinnvoll erscheint, spreche ich das offen an.

Da ich als Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision arbeite, ist ist eine (anteilige) Kostenrefundierung durch die Krankenkasse oder Sozialversicherung zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich. Alle Informationen zu Kosten und Rahmenbedingungen finden Sie auf der Informationsseite.

ERSTE HILFE

Frühe Signale einer depressiven Entwicklung

Kontaktieren sie mich gerne.

Wenn Sie sich in dem, was Sie hier gelesen haben, wiederfinden – oder einfach wissen möchten, ob Hypnosepsychotherapie der richtige Weg für Sie sein könnte.

Ileana Mayer-Dobnig

Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision

© 2022– Ileana Mayer-Dobnig / grafikfabrik®