Skip to main content

Traumatherapie in 1040 Wien

Hypnosepsychotherapie bei Trauma & Traumafolgestörungen

Manche Erlebnisse hinterlassen Spuren, die sich nicht einfach mit der Zeit auflösen. Sie tauchen wieder auf – als Bilder, als Körperempfindungen, als ein diffuses Gefühl von Gefahr, obwohl die Situation längst vorbei ist. Manchmal wissen Menschen gar nicht, dass das, was sie in sich tragen, einen Namen hat.

Was ist ein Trauma?

Das Wort Trauma stammt aus dem Griechischen und bedeutet Verletzung – nicht unbedingt eine körperliche, sondern vor allem eine seelische. Ein Erlebnis wird dann traumatisch, wenn es die eigenen Bewältigungsmöglichkeiten übersteigt und mit intensiven Gefühlen von Hilflosigkeit, Ausgeliefertsein und Kontrollverlust einhergeht. Das Gehirn schaltet in diesem Moment in einen Überlebensmodus: Eindrücke werden nicht wie gewohnt verarbeitet und abgelegt, sondern fragmentiert gespeichert – und bleiben dadurch emotional lebendig, auch lange nach dem Ereignis.
Traumatisierende Erfahrungen können sehr unterschiedlicher Natur sein: ein Unfall, körperliche oder seelische Gewalt, ein medizinischer Notfall, der plötzliche Verlust eines nahestehenden Menschen. Daneben gibt es das, was man als komplexe Traumatisierung bezeichnet – wenn nicht ein einzelnes Ereignis, sondern eine Abfolge oder Dauersituation das Nervensystem geprägt hat. Anhaltende traumatische Beziehungserfahrungen etwa, die sich – oft ohne dass man es zunächst erkennt – im Erwachsenenleben in immer ähnlichen Mustern und Leidenszuständen wiederholen.

Entscheidend ist nicht das objektive Ausmaß eines Ereignisses, sondern die subjektive innere Reaktion. Was das eine Nervensystem gut bewältigt, kann für ein anderes überwältigend sein – jeder Mensch antwortet auf seine eigene Weise.

Therapiecouch in der Praxis für Hypnosepsychotherapie in Wien 1040 – ruhiger, heller Therapieraum

Woran erkenne ich, dass ich von einer Traumafolgestörung betroffen bin?

Zu dem, was Betroffene häufig schildern, gehören:

Flashbacks – plötzliche Bilder, Gerüche oder Körperempfindungen, die das Erlebnis zurückbringen, als geschähe es gerade jetzt.
Anhaltende innere Anspannung, eine erhöhte Schreckhaftigkeit, das Gefühl, ständig auf der Hut sein zu müssen.
Emotionale Taubheit oder das Erleben, sich selbst von außen zu beobachten – ein Zustand, den man als Dissoziation bezeichnet.
Die Vermeidung von Orten, Menschen oder Situationen, die an das Erlebnis erinnern.
Schwierigkeiten in Beziehungen, wiederkehrende Muster, die sich immer wieder aufdrängen.
Körperliche Symptome ohne klaren medizinischen Befund.
Scham, Schuldgefühle, das tiefe Gefühl, irgendwie grundlegend falsch oder beschädigt zu sein.
Nicht jede belastende Erfahrung führt zu einer Traumatisierung. Wenn sie es tut, können die Symptome das Leben jedoch erheblich einschränken – und der Zusammenhang mit dem ursprünglichen Erlebnis wird dabei oft nicht sofort erkannt. Symptome können erst Monate oder auch Jahre nach dem auslösenden Ereignis auftreten.
Diese Beschreibungen dienen der allgemeinen Orientierung und sind kein diagnostisches Instrument – eine fachliche Einschätzung kann nur im persönlichen Gespräch erfolgen.

Wie kann Hypnose­psychotherapie bei Trauma helfen?

Traumatische Erinnerungen sind anders gespeichert als gewöhnliche Erinnerungen. Sie sind nicht einfach abgelegt – sie sind im Nervensystem lebendig geblieben, oft als sensorische Fragmente, die den Körper in unerwarteten Momenten überfluten.
In der hypnotischen Trance öffnet sich ein Raum, in dem das Nervensystem Zugang zu mehr Sicherheit und Entspannung finden kann – einen Zustand, aus dem heraus es möglich ist, traumatisches Material behutsam zu berühren, ohne die Intensität des ursprünglichen Erlebens zu wiederholen. Das Unbewusste findet in diesem Raum seine ureigenen Bilder und Wege, um das Erlebte zu integrieren und ihm seinen angemessenen Platz in der Lebensgeschichte zu geben.
Sie lernen, sich selbst in schwierigen Momenten zu regulieren – Schritt für Schritt gewinnen Sie innere Sicherheit zurück. Sie entdecken, dass Flashbacks nachlassen und schließlich auflösen können. Sie erleben, wie belastende Beziehungsmuster sich verstehen und verändern lassen. Und Sie schöpfen wieder Vertrauen in Ihre ureigenen Fähigkeiten und Ihre innere Stärke.
Die Sicherheit meiner Patientinnen und Patienten liegt mir dabei sehr am Herzen – sie ist die Grundlage von allem. Gleichzeitig scheue ich mich nicht vor der Tiefe, die diese Arbeit mit sich bringt, nicht vor schweren Geschichten, nicht vor dem, was lange unausgesprochen getragen wurde. Viele Betroffene befürchten, dass ihre Geschichte zu viel sein könnte. Jeder Geschichte Raum zu geben gehört für mich zum Selbstverständnis dieser Arbeit.

Wie läuft eine Traumatherapie ab?

Traumatherapie braucht Zeit und einen sicheren Rahmen – und sie folgt einem klaren inneren Aufbau, der sich an Ihrer individuellen Situation orientiert.

Erstgespräch

Am Beginn steht immer das Erstgespräch: ein erstes gegenseitiges Kennenlernen. Ich höre zu, verschaffe mir einen Überblick über Ihre Situation, Ihre Wünsche und Ziele. Sie können alle Fragen stellen, die Sie beschäftigen.

Stabilisierung

Bevor wir uns dem Traumamaterial annähern, steht die Stabilisierung im Vordergrund. Sie lernen Techniken zur Selbstregulation – Übungen, die Ihnen helfen, auch außerhalb der Therapiestunden geerdet zu bleiben und intensive Zustände aus eigener Kraft zu regulieren. Diese Phase ist kein Umweg, sie ist das Fundament.

Traumaarbeit

Wenn die innere Stabilität ausreichend gegeben ist, nähern wir uns gemeinsam dem Traumamaterial. Das geschieht immer in Ihrem Tempo, mit klaren Absprachen und der Möglichkeit, jederzeit innezuhalten. Die Hypnose ermöglicht dabei einen besonders schonenden Zugang – traumatische Erfahrungen können verarbeitet und im Gedächtnis neu verortet werden, sodass sie ihre überwältigende Wirkung verlieren.

Integration

In der abschließenden Integrationsphase geht es darum, das Erarbeitete im Leben zu verankern: Beziehungsmuster zu verstehen und zu verändern, neue Handlungsmöglichkeiten zugänglich zu machen und die eigene Geschichte in einem erweiterten Kontext zu sehen.

Abschluss

Das Ziel: dass Sie sich wieder sicher fühlen – in sich selbst, in Ihrem Körper und in Beziehungen. Dass Flashbacks nachlassen und schließlich auflösen. Und dass Sie wieder genussvoll am Leben teilnehmen können.

Häufige Fragen zur Traumatherapie in Wien

Ja – auch wenn „Heilung" vielleicht nicht das treffendste Wort ist. Was in einer Traumatherapie passiert, ist Integration: Das Erlebte verliert seine überwältigende Kraft, wird zu einem Teil Ihrer Geschichte, der Sie nicht mehr überflutet. Viele Menschen erleben dabei eine tiefgreifende Veränderung in ihrer Lebensqualität.

Eine akute Belastungsreaktion tritt unmittelbar nach einem traumatischen Erlebnis auf und klingt in der Regel innerhalb weniger Wochen wieder ab. Von einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) spricht man, wenn Symptome länger als einen Monat anhalten und den Alltag deutlich beeinträchtigen. Charakteristisch ist, dass sich eine PTBS manchmal erst Monate nach dem auslösenden Ereignis zeigt – der Zusammenhang wird dadurch nicht immer sofort erkannt.

Sie bestimmen, wann und wie viel Sie erzählen – wir arbeiten in Ihrem Tempo. In der Hypnosepsychotherapie kann Heilung auch dort beginnen, wo Worte (noch) fehlen.

Das ist sehr individuell – und hängt von der Art des Traumas, dem Ausmaß der Beeinträchtigung und Ihren persönlichen Ressourcen ab. Dies besprechen wir gemeinsam im Erstgespräch.

Da ich als Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision arbeite, ist ist eine (anteilige) Kostenrefundierung durch die Krankenkasse oder Sozialversicherung zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich. Alle Informationen zu Kosten und Rahmenbedingungen finden Sie auf der Informationsseite.

ERSTE HILFE

Techniken bei akuten Flashbacks

Kontaktieren sie mich gerne.

Wenn Sie sich in dem, was Sie hier gelesen haben, wiederfinden – oder einfach wissen möchten, ob Hypnosepsychotherapie der richtige Weg für Sie sein könnte.

Ileana Mayer-Dobnig

Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision

© 2022– Ileana Mayer-Dobnig / grafikfabrik®