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Psychosomatik und körperliche Beschwerden

Hypnosepsychotherapie bei psychosomatischen Beschwerden – Praxis im 4. Bezirk Wien

Alle Untersuchungen waren unauffällig. Der Arzt hat nichts gefunden – oder zumindest nichts, was die Intensität dessen erklären würde, was Sie täglich erleben. Und trotzdem ist da dieser Schmerz. Diese Anspannung. Diese körperliche Reaktion, die immer dann kommt, wenn eine bestimmte Situation bevorsteht, ein bestimmter Mensch auftaucht, ein bestimmtes Thema sich nähert.

Was bedeutet psychosomatisch?

Das Wort psychosomatisch setzt sich zusammen aus dem Griechischen psyche – Seele – und soma – Körper. Es beschreibt, was Seele und Körper verbindet: Sie sind keine getrennten Systeme, sondern untrennbar miteinander verbunden.
Psychosomatisch bedeutet dabei ausdrücklich nicht, dass Beschwerden „eingebildet" sind oder „nur im Kopf" stattfinden.
Sie sind körperlich real – sie haben nur ihre Wurzeln auch im seelischen Erleben. Anhaltender Stress, unterdrückte Gefühle, unverarbeitete Erfahrungen, chronische innere Anspannung – all das hinterlässt Spuren im Körper. Manchmal als akute Reaktion, manchmal als schleichendes Beschwerdebild, das sich über Monate oder Jahre aufgebaut hat.

„Geh Du vor“, sagte die Seele zum Körper, „auf mich hört er nicht. Vielleicht hört er auf Dich.“

„Ich werde krank werden, dann wird er Zeit für Dich haben“, sagte der Körper zur Seele.

Therapiecouch in der Praxis für Hypnosepsychotherapie in Wien 1040 – ruhiger, heller Therapieraum

Welche Beschwerden können einen psychosomatischen Anteil haben?

Zu dem, was Betroffene häufig schildern, gehören:

Magen-Darm-Erkrankungen wie Gastritis, Reizdarmsyndrom oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen – der Darm reagiert auf seelische Belastungen oft unmittelbar und empfindlich.
Hauterkrankungen wie Neurodermitis, die in stressreichen Lebensphasen häufig aufflackern.
Atemwegserkrankungen wie Asthma, bei denen emotionale Belastungen Schübe begünstigen können.
Migräne und chronische Spannungskopfschmerzen.
Tinnitus – das Ohrgeräusch, das oft dann lauter wird, wenn das Innenleben unter Druck gerät.
Bluthochdruck ohne hinreichende organische Erklärung.
Schilddrüsenfunktionsstörungen, die durch anhaltenden Stress beeinflusst werden.
Rheumatische Beschwerden, bei denen psychische Faktoren den Verlauf mitgestalten.
Erkrankungen im Urogenitalbereich wie eine Reizblase, die nach medizinischer Abklärung und Behandlung in ihrer Symptomatik bestehen bleibt.
Sexuelle Funktionsstörungen wie Vaginismus oder Erektionsstörungen, hinter denen häufig seelische Themen stehen.
Was viele dieser Beschwerdebilder verbindet: Sie wurden schulmedizinisch abgeklärt und behandelt – und sind dennoch geblieben.
Oder sie bessern sich, kehren aber immer wieder zurück, sobald das Leben bestimmte Belastungen bringt. Dieser Zusammenhang lohnt sich anzuschauen.
Diese Beschreibungen dienen der allgemeinen Orientierung und sind kein diagnostisches Instrument – eine fachliche Einschätzung kann nur im persönlichen Gespräch erfolgen.

Wie kann Hypnosepsychotherapie bei psychosomatischen Beschwerden helfen?

Der Körper ist nicht nur Symptomträger – er ist auch Gesprächspartner. In der Hypnosepsychotherapie nehmen wir das wörtlich. In der hypnotischen Trance öffnet sich ein Raum, in dem ein direkter Zugang zum Körpererleben – zu Empfindungen, Bildern und Gefühlen, die im Wachalltag oft übergangen oder überhört werden – ermöglicht wird. Aus diesem Zustand heraus ist es möglich, in einen echten Dialog mit dem Körper zu treten: Was will dieser Schmerz mitteilen? Was trägt diese Anspannung in sich? Welches Gefühl, welches ungelöste Thema hat hier seinen Ausdruck gefunden?
Sie treten in Dialog mit Ihrem Körpererleben und lernen, seine Signale als Hinweise zu verstehen – statt sie zu bekämpfen oder zu ignorieren. Sie entdecken den Zusammenhang zwischen körperlichen Beschwerden und seelischen Themen – oft ein bereits heilsamer Moment, weil das Diffuse plötzlich greifbar wird. Sie bearbeiten die Wurzeln des Beschwerdebildes, nicht nur seine Oberfläche. Und Sie lernen, Ihrem Körper wieder zu vertrauen – und er Ihnen. Die Trancearbeit wird dabei ergänzt durch das therapeutische Gespräch, das hilft, das Erlebte einzuordnen und in den Alltag zu integrieren.

Wie läuft eine Therapie bei psychosomatischen Beschwerden ab?

Erstgespräch

Am Beginn steht immer das Erstgespräch: ein erstes gegenseitiges Kennenlernen. Ich höre zu, verschaffe mir einen Überblick über Ihre Situation, Ihre Geschichte und Ihre Wünsche. Sie können alle Fragen stellen, die Sie beschäftigen – und in Ruhe spüren, ob Sie sich bei mir gut aufgehoben fühlen.

Verstehen

In den ersten Stunden geht es darum, ein Bild zu bekommen: Seit wann bestehen die Beschwerden? In welchen Situationen verstärken sie sich – und wann lassen sie nach? Was war los im Leben, als sie begannen? Diese Fragen sind keine Suche nach einer einfachen Erklärung, sondern der Beginn eines gemeinsamen Verstehens.

Begegnen

Von dort aus arbeiten wir mit dem Körper, mit dem emotionalen Erleben und mit der Lebensgeschichte – auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Die Hypnose ermöglicht dabei einen besonders direkten Zugang zu den unbewussten Anteilen, die im Hintergrund wirken. Schritt für Schritt kann das, was der Körper getragen hat, in Worte, Bilder und Gefühle übersetzt und verarbeitet werden.

Abschluss

Das Ziel: dass die Beschwerden nachlassen – weil das, was dahinterliegt, gehört und bearbeitet wurde. Und dass Sie wieder ein freundlicheres, vertrauensvolleres Verhältnis zu Ihrem Körper entwickeln können.

Häufige Fragen zu psychosomatischen Beschwerden

Ja – und oft ist es sogar sinnvoll, beides zu verbinden. Psychotherapie und medizinische oder psychiatrische Behandlung schließen sich nicht aus, sondern ergänzen sich. Wenn Sie bereits in Behandlung sind, kann Psychotherapie parallel stattfinden.

Ja – die schmerzlindernde Wirkung von Hypnose ist gut erforscht und anerkannt. In der Trance kann das Schmerzerleben direkt beeinflusst werden – nicht durch Verdrängung, sondern durch eine veränderte Verarbeitung des Schmerzreizes im Nervensystem. Bei chronischen Schmerzen oder Beschwerden, die nach medizinischer Behandlung fortbestehen, kann Hypnosepsychotherapie ein wesentlicher Teil eines umfassenden Behandlungsansatzes sein.

Ja – auch bei Erkrankungen mit klarem organischen Befund kann Psychotherapie einen wesentlichen Beitrag leisten. Sie beeinflusst, wie das Nervensystem mit Schmerz und Symptomen umgeht, stärkt die Selbstregulation und bearbeitet jene seelischen Faktoren, die den Verlauf mitbestimmen. Auch der Umgang mit einer chronischen oder schweren Erkrankung selbst – das Annehmen von Einschränkungen, der Umgang mit Unsicherheit und Angst – ist ein eigenständiges Thema, bei dem Psychotherapie gezielt unterstützen kann.

Da ich als Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision arbeite, ist ist eine (anteilige) Kostenrefundierung durch die Krankenkasse oder Sozialversicherung zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich. Alle Informationen zu Kosten und Rahmenbedingungen finden Sie auf der Informationsseite.

ERSTE HILFE

Frühe Signale einer depressiven Entwicklung

Kontaktieren sie mich gerne.

Wenn Sie sich in dem, was Sie hier gelesen haben, wiederfinden – oder einfach wissen möchten, ob Hypnosepsychotherapie der richtige Weg für Sie sein könnte.

Ileana Mayer-Dobnig

Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision

© 2022– Ileana Mayer-Dobnig / grafikfabrik®