Wie wirkt Hypnose?
Was in der hypnotischen Trance geschieht – im Körper, im Gehirn, in der Seele
Hypnose wirkt. Das ist wissenschaftlich gut belegt.
Diese Seite gibt Antworten auf die Frage, wie Hypnose wirkt – was genau im Nervensystem, im Gehirn und im Erleben einer Person passiert, wenn sie in Trance geht.
Was in der Trance passiert
Es ist eine Verschiebung der Aufmerksamkeit – von außen nach innen, vom Denken zum Erleben.
Hypnose und das Nervensystem
Aus diesem Zustand heraus kann Verarbeitung stattfinden. Traumatische Erinnerungen, die im Wachzustand überwältigend wirken, können in der Trance berührt werden, ohne das Nervensystem erneut in denselben Alarmzustand zu versetzen.
Der Körper erinnert sich – und in der Trance kann auch er loslassen.

Hypnose
und das Gedächtnis
Das explizite Gedächtnis – das Wissen, das man in Worte fassen kann – ist dabei oft lückenhaft oder gar nicht vorhanden. Man weiß nicht genau, was damals passiert ist. Aber der Körper reagiert trotzdem.
Hypnose öffnet einen Zugang zu genau diesem tiefer liegenden Gedächtnissystem. In der Trance können Erfahrungen, die sich dem bewussten Zugriff entziehen, zugänglich werden – nicht als Erzählung, sondern als Erleben. Als Bild, als Körpergefühl, als Emotion. Und von dort aus kann Integration beginnen.
Hypnose
und das Unbewusste
In der Trance spricht das Unbewusste eine eigene Sprache: Bilder, Metaphern, Symbole. Es entwickelt innere Vorstellungen, die überraschend, kreativ und oft von einer Weisheit sind, die der Verstand allein nicht hervorbringen würde. Eine Person, die sich in einer Sackgasse fühlt, findet in der Trance vielleicht ein Bild, das einen Weg zeigt. Jemand, der keinen Zugang zu seinen Gefühlen hat, erlebt plötzlich eine Körperempfindung, die etwas Wesentliches ausdrückt.
Was Menschen in der Trance erleben
Manche sagen hinterher: Ich weiß nicht genau, was passiert ist – aber etwas hat sich verändert.
Das ist keine Magie. Das ist das Unbewusste, das arbeitet – auf seine ureigene, oft wunderbar überraschende Weise.
Hypnose und Veränderung
Was das möglich macht, ist ein bemerkenswertes Prinzip der Neurobiologie: Dem Gehirn ist es gleichgültig, ob eine Erfahrung tatsächlich gemacht wurde – oder ob sie nur in der inneren Vorstellung stattgefunden hat. Es speichert beides gleich ab. Was in der Trance erlebt wird, wird als echte Erfahrung abgelegt – mit denselben neuronalen Spuren wie ein reales Ereignis.
Das Nervensystem lernt durch Erfahrung. Und durch wiederholte neue Erfahrungen – in der Trance, in der therapeutischen Beziehung, im Alltag – entstehen neue neuronale Muster. Was einst festgeschrieben schien, wird veränderbar.
Häufige Fragen zur Wirkung von Hypnose
Die Fähigkeit, in einen Trancezustand zu gelangen, ist bei den meisten Menschen vorhanden – in unterschiedlichem Ausmaß. Sie hängt weniger von einer besonderen Begabung ab als von der Bereitschaft, sich auf das eigene innere Erleben einzulassen. Diese Bereitschaft wächst in der Regel mit dem Vertrauen in die therapeutische Beziehung.
Die hypnotische Trance ist kein Zustand der Fremdsteuerung. Man behält die volle Kontrolle über das, was man mitteilt und was nicht. Niemand kann in der Trance zu etwas gebracht werden, das dem eigenen Willen widerspricht.
Das kommt vor – besonders in den ersten Sitzungen, wenn die Trance noch neu und unvertraut ist. Auch ein ruhiges, entspanntes Erleben ohne dramatische Bilder ist eine Trance – und bereits therapeutisch wirksam. Tiefe und Reichhaltigkeit der Trancearbeit entwickeln sich meist mit der Zeit.
Da ich als Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision arbeite, ist ist eine (anteilige) Kostenrefundierung durch die Krankenkasse oder Sozialversicherung zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich. Alle Informationen zu Kosten und Rahmenbedingungen finden Sie auf der Informationsseite.
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Ileana Mayer-Dobnig
Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision