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Prüfungsangst und Lampenfieber

Hypnosepsychotherapie bei Prüfungsangst und Auftrittsangst – Praxis im 4. Bezirk Wien

Sie wissen den Stoff, Sie haben sich vorbereitet – und trotzdem ist in dem Moment, in dem es darauf ankommt, plötzlich alles weg. Der Kopf leer, das Herz rast, die Hände feucht – der Körper spielt nicht mit, noch bevor Sie den ersten Satz gesagt, die ersten Noten gespielt, den ersten Schritt gemacht haben.

Was ist Prüfungsangst?

Eine gewisse Aufregung vor Prüfungen ist normal – und sogar hilfreich. Sie schärft die Konzentration, mobilisiert Energie, hält wach. Das Problem entsteht, wenn diese Aufregung kippt: wenn das Nervensystem nicht in Leistungsbereitschaft geht, sondern in Panik. Wenn die Aufmerksamkeit sich nicht auf die Aufgabe richtet, sondern auf die Angst selbst – auf mögliches Versagen, auf die Bewertung durch andere, auf das, was auf dem Spiel steht. Prüfungsangst kann sich in sehr unterschiedlichen Kontexten zeigen: bei akademischen Prüfungen, beim Führerschein, bei Vorstellungsgesprächen, bei mündlichen Prüfungen, bei Eignungstests. Was allen gemeinsam ist: Man wird bewertet. Und genau das aktiviert das Alarmsystem.

Was ist Lampenfieber?

Lampenfieber ist die Schwester der Prüfungsangst – und doch etwas Eigenes. Es betrifft alle Situationen, in denen man sich zeigt: auf der Bühne, vor einer Gruppe, bei einer Präsentation, bei einem Konzert oder einer Theateraufführung, beim Sprechen in der Öffentlichkeit, beim Sportwettkampf.
Auch hier gilt: Ein gewisses Lampenfieber ist nicht nur normal, sondern Teil der Energie, die einen guten Auftritt ausmacht. Problematisch wird es, wenn die Anspannung so stark wird, dass sie die Leistung untergräbt – wenn die Stimme versagt, die Hände zittern, die Gedanken entgleiten, obwohl unzählige Proben das Gegenteil versprochen haben.

Ein bisschen Nervosität ist der Körper, der sich bereit macht. Panik ist der Körper, der vergessen hat, dass er kann.

Therapiecouch in der Praxis für Hypnosepsychotherapie in Wien 1040 – ruhiger, heller Therapieraum

Woran erkenne ich, dass ich an Prüfungsangst oder Lampenfieber leiden könnte?

Zu dem, was Betroffene häufig schildern, gehören:

Herzrasen, Schwitzen, Zittern, Übelkeit, Bauchschmerzen oder Atemnot – die schon Tage vor der Prüfung beginnen oder kurz vor dem Auftritt mit voller Wucht kommen können.
Schlafprobleme in den Nächten zuvor.
Das Blackout oder Erstarren, das ausgerechnet dann kommt, wenn Kopf und Körper eigentlich funktionieren sollten.
Eine innere Stimme, die immer lauter wird: Was, wenn ich es vergeige? Was denken die anderen?
Gedankliche Blockaden und Grübelschleifen, die die Vorbereitung zusätzlich erschweren.
Und manchmal: ein zunehmender Rückzug – Prüfungen werden aufgeschoben, Auftritte, Rollen und Chancen gemieden – weil schon die Vorstellung dessen, was passieren könnte, zu belastend geworden ist.
Diese Beschreibungen dienen der allgemeinen Orientierung und sind kein diagnostisches Instrument – eine fachliche Einschätzung kann nur im persönlichen Gespräch erfolgen.

Wie kann Hypnosepsychotherapie bei Prüfungsangst und Lampenfieber helfen?

Prüfungsangst und Lampenfieber sitzen nicht im Wissen und nicht im Können – sie sitzen im Nervensystem. In der hypnotischen Trance öffnet sich ein Raum, in dem das Nervensystem Zugang zu tiefer Entspannung und gleichzeitig fokussierter Aufmerksamkeit finden kann – einen Zustand, der dem Gegenteil von Prüfungsangst und Lampenfieber entspricht. Aus diesem Zustand heraus kann gearbeitet werden: mit den unbewussten Überzeugungen, die das Alarmsystem aktivieren – über Versagen, über Bewertung, über den eigenen Wert. Mit vergangenen Erfahrungen, die das Muster geprägt haben. Und mit dem, was in entscheidenden Momenten gebraucht wird: Konzentration, Klarheit, Zugang zum eigenen Können.
Ein besonders wertvolles Werkzeug ist dabei die Imagination: In der Trance können Sie sich in die Prüfungs- oder Auftrittssituation hineinversetzen – und sie dort, in einem sicheren inneren Raum, immer wieder erfolgreich durchleben. Das Nervensystem lernt dabei: Diese Situation ist nicht gefährlich. Ich kann das. Sie erproben Lösungsschritte in einem geschützten Rahmen – bevor es darauf ankommt. Sie entdecken den Zugang zu Ihrer eigenen Ruhe und Konzentrationsfähigkeit, auch unter Druck. Sie entwickeln konkrete Techniken, die Sie in der Prüfungssituation oder unmittelbar vor dem Auftritt einsetzen können, um das Nervensystem zu beruhigen. Und Sie gewinnen Vertrauen in Ihre ureigenen Fähigkeiten.

Wie läuft eine Therapie bei Prüfungsangst und Lampenfieber ab?

Erstgespräch

Am Beginn steht immer das Erstgespräch: ein erstes gegenseitiges Kennenlernen. Ich höre zu, verschaffe mir einen Überblick über Ihre Situation – welche Prüfungen oder Auftritte anstehen, wie sich die Angst zeigt, was in der Vergangenheit passiert ist und was Sie sich wünschen. Sie können alle Fragen stellen, die Sie beschäftigen – und in Ruhe spüren, ob Sie sich bei mir gut aufgehoben fühlen.

Bearbeiten

Prüfungsangst und Lampenfieber lassen sich oft in einem überschaubaren Zeitrahmen gut bearbeiten – auch dann, wenn ein konkreter Anlass bevorsteht. In manchen Fällen zeigt sich im Prozess, dass tiefere Themen dahinterliegen – Perfektionismus, Angst vor Bewertung, frühe Erfahrungen von Beschämung oder Versagen – die es wert sind, länger zu bearbeiten.

Abschluss

Das Ziel: dass Sie in entscheidenden Momenten das abrufen können, was Sie wirklich können. Dass der Körper wieder zum Verbündeten wird. Und dass Prüfungen und Auftritte das werden, was sie sein sollen – eine Möglichkeit, sich zu zeigen.

Häufige Fragen zu Prüfungsangst und Lampenfieber

Ein Blackout ist eine klassische Stressreaktion des Nervensystems: Unter extremer Anspannung drosselt das Gehirn den Zugang zu gespeichertem Wissen, weil es gerade in einem Überlebensmodus operiert. Hypnosepsychotherapie arbeitet daran, das Nervensystem so zu trainieren, dass es in Bewertungssituationen nicht in diesen Alarm-Modus kippt und der Zugang zum Wissen erhalten bleibt.

Selbst in wenigen Sitzungen lassen sich hilfreiche Techniken erarbeiten und das Nervensystem spürbar beruhigen. Wie viel in kurzer Zeit möglich ist, hängt von der individuellen Situation ab – das besprechen wir im Erstgespräch.

Es gibt Überschneidungen – besonders die Angst, gesehen und bewertet zu werden, verbindet beide. Lampenfieber kann, muss aber nicht, Teil einer breiteren sozialen Angst sein. Was genau dahinterliegt, lässt sich gut gemeinsam einordnen.

Da ich als Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision arbeite, ist ist eine (anteilige) Kostenrefundierung durch die Krankenkasse oder Sozialversicherung zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich. Alle Informationen zu Kosten und Rahmenbedingungen finden Sie auf der Informationsseite.

ERSTE HILFE

Konkrete Techniken zur Beruhigung des Nervensystems in der Zeit vor einem Auftritt oder einer Prüfung

Kontaktieren sie mich gerne.

Wenn Sie sich in dem, was Sie hier gelesen haben, wiederfinden – oder einfach wissen möchten, ob Hypnosepsychotherapie der richtige Weg für Sie sein könnte.

Ileana Mayer-Dobnig

Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision

© 2022– Ileana Mayer-Dobnig / grafikfabrik®