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Sexualität

Hypnosepsychotherapie bei Schwierigkeiten in der Sexualität – Praxis im 4. Bezirk Wien

Sexualität ist ein zutiefst menschlicher Bereich des Lebens – und gleichzeitig einer, in dem viele Menschen Fragen, Unsicherheiten oder Schwierigkeiten lange mit sich tragen, bevor sie darüber sprechen. Dabei kann Sexualität – wenn sie belastet, einengt oder fehlt – das Wohlbefinden, das Selbstbild und die Beziehungsqualität erheblich beeinflussen.

Was hat Sexualität mit der Seele zu tun?

Sexualität ist weit mehr als Körper und Begehren. Sie ist Ausdruck von Verletzlichkeit, von Vertrauen, von der Fähigkeit, sich hinzugeben – sich fallen zu lassen, in Kontakt zu kommen, sich mit einem anderen Menschen zu verbinden. In ihrer tiefsten Form ist Sexualität Hingabe und Verschmelzung: ein Zustand, in dem die Grenzen des Ich durchlässig werden, in dem Nähe wirklich möglich ist.
Was wir in prägenden Beziehungen und Lebensphasen erfahren haben, formt unser sexuelles Erleben oft tief und nachhaltig – bewusst und unbewusst. Schutzstrategien, die einmal sinnvoll waren, können in der Intimität zum Hindernis werden. Körper und Seele, die Erschütterungen erlebt haben, schützen sich – manchmal auch dort, wo Schutz nicht mehr nötig wäre.

Sexualität ist einer der wenigen Bereiche des Lebens, in denen wir wirklich durchlässig werden können – und genau deshalb ist sie auch einer der Bereiche, in denen alte Wunden am deutlichsten spürbar werden.

Therapiecouch in der Praxis für Hypnosepsychotherapie in Wien 1040 – ruhiger, heller Therapieraum

Woran erkenne ich, dass Themen der Sexualität therapeutische Unterstützung verdienen?

Zu dem, was Betroffene häufig schildern, gehören:

Lustlosigkeit oder fehlende Erregung – das Gefühl, vom eigenen Körper oder vom Begehren abgeschnitten zu sein.
Schwierigkeiten, alleine oder mit einem Partner oder einer Partnerin zum Höhepunkt zu kommen.
Sexuelle Funktionsstörungen wie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Vaginismus oder Erektionsstörungen, bei denen sich keine körperliche Ursache finden lässt oder die trotz medizinischer Behandlung fortbestehen.
Die Unfähigkeit, sich in der Intimität fallen zu lassen oder trotz Verlangen und Vertrauen nicht loslassen zu können – Entspannung, Hingabe und Verschmelzung bleiben außer Reichweite.
Scham- und Schuldgefühle rund um Sexualität – tief verwurzelte Überzeugungen, die aus Erziehung, Kultur oder Erfahrungen stammen und das sexuelle Leben belasten.
Traumatische sexuelle Erfahrungen und ihre Folgen für das gegenwärtige Erleben.
Das diffuse Gefühl, dass in diesem Bereich des Lebens etwas fehlt oder nicht stimmt – ohne dass man es genau benennen könnte.
Nicht jede Phase sexueller Unlust oder Unsicherheit erfordert Therapie. Aber wenn sexuelle Themen das Wohlbefinden dauerhaft belasten, Beziehungen beeinträchtigen oder mit anhaltenden Gefühlen von Scham, Angst, Enttäuschung oder Hilflosigkeit verbunden sind, kann es sich lohnen, hinzuschauen.
Diese Beschreibungen dienen der allgemeinen Orientierung und sind kein diagnostisches Instrument – eine fachliche Einschätzung kann nur im persönlichen Gespräch erfolgen.

Wie kann Hypnosepsychotherapie bei Schwierigkeiten in der Sexualität helfen?

Sexuelle Schwierigkeiten haben häufig tiefe Wurzeln – in frühen Körpererfahrungen, in Botschaften über Sexualität, die in der Kindheit empfangen wurden, in Verletzungen, die das Vertrauen in den eigenen Körper oder in andere Menschen erschüttert haben. Diese Wurzeln lassen sich durch rein rationale Auseinandersetzung oft kaum berühren. In der hypnotischen Trance öffnet sich ein Raum, in dem das Nervensystem Zugang zu tiefer Entspannung und gleichzeitig fokussierter Aufmerksamkeit finden kann. In diesem Zustand kann das Unbewusste die Verbindungen herstellen, die im Wachzustand verborgen bleiben – zwischen gegenwärtigem Erleben und seiner Geschichte, zwischen Körper und Seele, zwischen dem, was war, und dem, was möglich sein könnte.
Der Trancezustand selbst ist ein Erleben von Hingabe, in der Kontrolle nachlassen und Vertrauen wachsen kann. Diese Erfahrung, die in der Trance gemacht wird, kann sich auf das sexuelle Erleben übertragen – als erlebter Beweis, dass Loslassen möglich ist.
Sie ergründen Ihre eigene Gefühlswelt rund um Sexualität – in Ihrem Tempo, in einem sicheren Rahmen. Sie begegnen vielleicht unbewussten Überzeugungen oder Anteilen, die das sexuelle Erleben bis jetzt bestimmt haben. Sie bearbeiten das, was hinter den Symptomen liegt – ob das Scham ist, ob es Verletzung ist, ob es die Unfähigkeit zur Hingabe ist. Und Sie entwickeln ein freundlicheres, neugierigeres Verhältnis zu Ihrer eigenen Erotik und Sinnlichkeit.

Wie läuft eine Therapie bei Themen der Sexualität ab?

Erstgespräch

Am Beginn steht immer das Erstgespräch: ein erstes gegenseitiges Kennenlernen. Ich höre zu, verschaffe mir einen Überblick über Ihre Situation, Ihre Geschichte und Ihre Wünsche. Sie können alle Fragen stellen, die Sie beschäftigen – und in Ruhe spüren, ob Sie sich bei mir gut aufgehoben fühlen.

Verstehen

In den ersten Stunden geht es darum, ein Bild zu bekommen: Was ist das Thema – und was liegt dahinter? Wie hat sich das entwickelt? Was wünschen Sie sich? Gerade bei sexuellen Themen braucht es oft Zeit, bis das Vertrauen gewachsen ist, das ein offenes Gespräch ermöglicht. Dieses Tempo bestimmen Sie.

Begegnen

Von dort aus findet die Arbeit auf mehreren Ebenen statt: mit dem, was bewusst ist, und mit dem, was sich tiefer verbirgt. Die Hypnose ermöglicht dabei einen besonders behutsamen und direkten Zugang zu unbewussten Prozessen, die das sexuelle Erleben beeinflussen.

Abschluss

Das Ziel: nicht ein normiertes Bild von Sexualität zu erfüllen, sondern das eigene sexuelle Erleben zu verstehen und zu entfalten – so dass Sie freudvoll Erotik und Sexualität genießen können.

Häufige Fragen zu Psychotherapie bei sexuellen Schwierigkeiten

Es gibt keine Erwartung, wie offen oder wie detailliert Sie über Sexualität sprechen. Was Sie mitbringen, in welchen Worten und in welchem Tempo – das bestimmen Sie. Manchmal nähert sich die Arbeit dem Thema auch über Umwege: über Körpergefühle, über Beziehungserfahrungen, über das, was sich schwer benennen lässt.

Das Gefühl, dass etwas fehlt oder nicht stimmt, ohne es benennen zu können, ist selbst schon eine wichtige Information. Die Psychotherapie unterstützt dabei, Klarheit zu entwickeln – über das, was ist, und über das, was gewünscht wird.

Ja. Der Fokus liegt bei Ihnen – Ihrem Erleben, Ihrer Geschichte, Ihren Fragen. Ob Ihre Partnerschaft dabei eine Rolle spielt, ergibt sich im Gespräch. Eine Einbeziehung Ihres Partners oder Ihrer Partnerin ist nicht notwendig.

Da ich als Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision arbeite, ist ist eine (anteilige) Kostenrefundierung durch die Krankenkasse oder Sozialversicherung zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich. Alle Informationen zu Kosten und Rahmenbedingungen finden Sie auf der Informationsseite.

ERSTE HILFE

Frühe Signale einer depressiven Entwicklung

Kontaktieren sie mich gerne.

Wenn Sie sich in dem, was Sie hier gelesen haben, wiederfinden – oder einfach wissen möchten, ob Hypnosepsychotherapie der richtige Weg für Sie sein könnte.

Ileana Mayer-Dobnig

Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision

© 2022– Ileana Mayer-Dobnig / grafikfabrik®